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Woran erkenne ich ADHS? - Symptome/Anzeichen
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ADHS-Symptome
Die Symptome einer ADHS ändern sich teilweise mit fortschreitendem Alter. Darum sehen Sie hier eine Auflistung der gängigen Symptome wie sie Frau Dr. med.
Katharina Larisch auf netdoktor.de beschreibt mit kleinen Zusätzen und Ergänzungen nach Altersgruppen aufgeteilt.
Baby/Säuglingsalter
- langdauernde Schreiphasen (Schreibabys)
- motorische Unruhe (auch beim Spielen zu beobachten)
- Ess- und Schlafprobleme (vor allem Schlafstörungen und Probleme durchzuschlafen)
- Missgelauntheit
- Vermeiden von Nähe/Körperkontakt
Kleinkindalter
- plan- und rastlose Aktivität
- schnelle, häufige und unvorhersagbare Handlungswechsel
- geringe Ausdauer bei Einzel- und Gruppenspiel
- ausgeprägte Trotzreaktionen (Neigung zu Insubordination)
- unberechenbares Sozialverhalten
- Teilleistungsschwächen beim Hören, Sehen, Fein- und Grobmotorik
- vermehrte Unfallgefahr
- auffallend früher Spracherwerb oder auch verzögerte Sprachentwicklung
- keine beständigen Freundschaften
Grundschulalter
- Regeln in Familie, Spielgruppe und Klassengemeinschaft werden nicht akzeptiert oder verstanden
- Stören im Unterricht, wenig Ausdauer, starke Ablenkbarkeit, emotionale Instabilität, geringe Frustrationstoleranz, Wutanfälle, aggressives Verhalten, schlechte Schrift, chaotisches Ordnungsverhalten
- andauerndes Reden, Geräuscheproduktion, überhastetes Sprechen (Poltern)
- unpassende Mimik, Gestik und Körpersprache
- Ungeschicklichkeit, häufige Unfälle
- Lese-Rechtschreib-Schwäche, Rechenschwäche, Lernleistungsprobleme mit Klassenwiederholungen, keine dauerhaften sozialen Bindungen, Außenseitertum
- niedriges Selbstbewusstsein
Adoleszens/Heranwachsende
- Unaufmerksamkeit
- Null-Bock-Mentalität, Leistungsverweigerung
- oppositionell-aggressives Verhalten
- stark vermindertes Selbstwertgefühl, Ängste, Depressionen (siehe dazu auch unser Kapitel über Komorbidität)
- Kontakte zu sozialen Randgruppen
- häufiger Verkehrsunfälle
- Neigung zu Delinquenz, Alkohol, Drogen
Erwachsenenalter
- Schusseligkeit, Vergesslichkeit
- Mühe, Aufgaben zu planen und zu Ende zu bringen
- Unbeständigkeit von beruflichen und sozialen Bindungen
- Ängste, Depression, Jähzorn, Neigung zu Delinquenz, Alkohol, Drogen (lesen Sie dazu auch unser Kapitel zu Komorbidität)
Die Symptome bei ADS und ADHS sind vielfältig und treffen bei den meisten Betroffenen fast komplett zu. Was allen ADHS-Patienten gemeinsam ist, ist das Problem, in Gruppen
wie z.B. Schule, Kindergarten oder mit Arbeitskollegen sich unterzuordnen und sich ihren Fähigkeiten entsprechend einzubringen. Oftmals gelten ADHS-Patienten als faul,
minderbemittelt und hoffnungslos chaotisch. Chaotisch stimmt eindeutig, aber dumm oder faul sind die wenigstens ADHS-Patienten! Das vielen gemeinsame Bestreben ist es, ihren
Platz im Leben zu finden und sich mit den eigenen "Unzulänglichkeiten" zu arrangieren bzw. diese zu verbessern.
Eine unbehandelte ADHS schränkt den Patienten dahingehend ein, dass er ausser Stande erscheint, ihm aufgetragene Arbeiten strukturiert und konzentriert durchzuführen.
Dahinter steckt in den seltensten Fällen die technische/intellektuelle Unfähigkeit diese Aufgabe zu bewältigen, sondern vielmehr die Unfähigkeit "bei der Sache zu bleiben".
Durch die andauernde Reizüberflutung der ADHS-Patienten lenkt ihn unweigerlich von der geplanten Tätigkeit ab. Ein ADHS-Patient aht ständig mehrere " Informationskanäle" geöffnet
und nimmt durch die oft sehr fein ausgeprägten Sinne sehr viel mehr Eindrücke auf, als ein "gesunder" Mensch - seien es äußere order innere Reize wie Geräusche, Bewegungen oder Gedanken.
Durch die Vielfalt der Symptome ist es kaum möglich, in diesem Rahmen alle Aspekte näher zu hinterfragen, aber sollten Sie bei sich oder Ihrem Kind/Partner/Freund/Kollegen o.g. Symptome beobachten, wenden
Sie sich an einen Kinder- und Jugendazrt, einen Kinder- und Jugendpsychologen, Psychotherapeuten, Psychiater oder Neurologen. Dieser kann mit Ihnen die Symptome durchgehen und ggf. adäquat darauf reagieren. Diese Auflistungen
der Symptome soll Ihnen nur als Denkanstoss dienen und ist keinesfalls verbindlich oder erhebt Anspruch auf Richtigkeit!
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ADHS und Partnerschaft?
ADS/ADHS und Partnerschaft vertragen sich nicht. Das ist ein gängiges Vorurteil, das wir hier entkräften wollen.
ADHS-Literatur
Über ADHS wurde viel geschrieben. Hier unsere Tipps:
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